Mitarbeiter-Engagement

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Mitarbeiterbindung ist ein wichtiges Thema für jedes Unternehmen. Wenn Menschen sich an ihrem Arbeitsplatz entfalten können, hat das direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Umgekehrt hemmen schlecht motivierte Mitarbeiter den Unternehmenserfolg, weil sie nicht ihre bestmögliche Leistung zeigen. Sie sind deutlich weniger produktiv und dazu bereit, das Unternehmen zu verlassen. Dies führt zu Verunsicherung und zu erhöhten Kosten.

Nur jeder dritte Arbeitnehmer in Großbritannien gibt an, wirklich engagiert zu arbeiten. Das bedeutet, dass 20 Millionen Arbeitnehmer ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Die Produktivität in Großbritannien ist dabei um 20% niedriger, als in den anderen G7 Staaten.

Zeit und Mühe in die Motivation der Mitarbeiter zu investieren, ist für jedes Unternehmen unverzichtbar. Studien darüber empfehlen klare Strategien, um das Beste aus Ihren Mitarbeitern zu holen.

 

Was motiviert Mitarbeiter?

Die wenig hilfreiche Antwort auf diese Frage lautet: “Es hängt davon ab…”.

Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie geht von der Annahme aus, dass es zwei von einander unabhängige Dimensionen der Arbeitszufriedenheit gibt. Dabei werden die Dimensionen Zufriedenheit/Nichtzufriedenheit und Unzufriedenheit/Nichtunzufriedenheit jeweils von anderen Faktoren des Arbeitsumfeldes beeinflusst.  Faktoren aus dem Arbeitsumfeld (Hygienefaktoren), wie Unternehmenspolitik, Arbeitsbedingungen, Gehalt und Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzen, verhindern nach Herzberg die Entstehung von Unzufriedenheit - ihre positiven Ausprägungen tragen aber nicht zur Zufriedenheit bei. Wenn das Arbeitsumfeld stimmt, können Motivationsfaktoren wie Leistung, Anerkennung, Aufgabeninhalt, Verantwortung sowie Aufstiegs- und Wachstumsfaktoren zu einer langfristigen Arbeitszufriedenheit beitragen und zugleich die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter steigern.

Studien (z.B. Gallup) belegen, dass die Korrelation zwischen der Höhe des Gehalts und der Arbeitszufriedenheit gering ist. Geld allein macht demnach Mitarbeiter nicht glücklich und ist als exklusiver Motivationsfaktor nicht effektiv.

Bezahlen Sie Ihre Mitarbeiter fair, und Sie haben alle Möglichkeiten, sie zu motivieren. Eine darüber hinaus gehende Bezahlung hat aber nur geringen Einfluss auf Motivation und Produktivität.

Wenn die Rahmenbedingungen (Hygienefaktoren) stimmen, können Sie sich auf die Motivatoren wie Erfolg, Anerkennung, Verantwortung, Aufstiegsmöglichkeiten und persönliche Entwicklung konzentrieren. Diese Idee lässt sich weiter in drei grundsätzliche Motivationsfaktoren zusammenfassen: Eigenständigkeit, Können und Zielsetzung.

 

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter? Ihre Strategie für hohes Mitarbeiter-Engagement


Eigenständigkeit

Mitarbeiter bringen ihre beste Leistung, wenn sie eigenverantwortlich arbeiten können. Dazu gehört auch, in flexiblen Arbeitszeiten selbst darüber bestimmen zu können, wann, wo und wie die Arbeit gemacht wird. Unabhängig von Rolle oder Position gibt es meist Möglichkeiten, Eigenverantwortlichkeit für den Einzelnen zu erhöhen. In einigen Bereichen kann es ausreichen, die Kontrolle über das wie  abzugeben und die Aufmerksamkeit auf die messbaren Ergebnisse zu lenken. Wo dies nicht möglich ist, können kleine Veränderungen, wie die Erlaubnis Teilbereiche nach eigenem Ermessen zu organisieren und auszustatten, oder flexiblere Arbeitszeiten ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. 

Weiterentwicklung

Besser zu werden, dazuzulernen ist ein natürlicher Antrieb des Menschen. Mitarbeiter brauchen die Möglichkeit, ihr vorhandenes Können mit der Arbeit auszubauen und zu verbessern und sich neue Fähigkeiten anzueignen. Dies bedeutet nicht unbedingt, regelmäßig in Fortbildungsmaßnahmen investieren zu müssen. Vielmehr geht es darum, mit jedem Mitarbeiter im Gespräch berufliche Ambitionen, Erwartungen und Interessen zu diskutieren und mit den Geschäftsinteressen abzugleichen. Ein Mentorenprogramm mit erfahrenen Kollegen oder das zeitweise Sammeln von Erfahrungen an anderen Standorten kann ausreichend sein, Ihren Mitarbeitern das Gefühl zu geben, sich weiterentwickeln zu können. 

Zugehörigkeit 

Zu verstehen, warum man etwas tut, hilft dabei, ein gestecktes Ziel weiter zu verfolgen. Zugehörigkeit ist das Gefühl an einem großen, bedeutungsvollen Ganzen beteiligt zu sein. Für das Unternehmen bedeutet das, Ziele und Visionen mit den Mitarbeiteren zu teilen – und nicht nur die Umsatzzahlen.

Motivation ist wesentlich für Mitarbeiterengagement, Einsatzbereitschaft, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit. Geringe Motivation führt zu niedrigem Engagement, erhöhten Fehlzeiten und genereller Zurückhaltung Ihrer Mitarbeiter. Umso wichtiger ist es, mangelndes Engagement und Demotivation sowie deren Ursache zu erfassen. Dabei ist es wichtig, jeden einzelnen Mitarbeiter mit seinen individuellen Motivatoren zu erkennen. Beispielsweise werden einige durch externe Faktoren motiviert und brauchen klare Vorgaben und Anreize, um ihr Bestes leisten zu können. Intrinsisch motivierte Arbeitnehmer haben wiederum ihre eigenen Motivationsfaktoren, die von der Führungskraft erkannt und unterstützt werden sollten.

Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu motivieren hängt wesentlich damit zusammen, jeden Einzelnen als Individuum wahrzunehmen. Es ist wichtig, die individuellen Wünsche der einzelnen Mitarbeiter nach Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zu erkennen und die entsprechenden Strukturen zu schaffen, die diese Möglichkeiten anbieten. Mithilfe unserer Tools können Sie herausfinden, was Ihre Mitarbeiter motiviert. Die Thomas-Tools helfen Ihnen auch, die entsprechenden Maßnahmen zu treffen, um ein hohes Mitarbeiterengagement zu erreichen.