Emotionale Intelligenz: Das Grundgerüst eines guten Managers

Neue Berichte zur Thomas VPAEI vs. IQ

"Menschen verlassen Vorgesetzte, nicht Unternehmen" - diesen Satz haben alle schon einmal gehört und wie eine Studie zeigt, trifft er zu! Die Hälfte aller Arbeitnehmer verlassen das Unternehmen auf Grund Ihrer Vorgesetzten. (Gallup, 2015). Was läuft also schief?

Emotionale Intelligenz ist ein wirkungsvoller Motor für effektives Führen und direkt mit Leistung und Erfolgt verknüpft. Führungskräfte mit ausgeprägten emotionalen Fähigkeiten sind sich ihrer eigenen Emotionen bewusst und verstehen, wie diese andere in ihrem Umfeld beeinflussen. Zudem haben diese Führungskräfte ein Bewusstsein und eine Wertschätzung der Gefühle in ihren Teams. Wie beeinflussen also die unterschiedlichen Eigenschaften Emotionaler Intelligenz die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter?

Gefühlsregulierung

Führungskräfte, die Ihre Emotionen effektiv kontrollieren können, bleiben auch in stressigen und aufreibenden Situationen und unter starkem Druck ruhig und rational. Negativen Gedanken und destruktiven Emotionen nachzugeben ist kontraproduktiv - gute Führungskräfte können Frustration und Druck kanalsieren und in postive Energie für das Team verwandeln.

Besonders für Führungskräfte ist es wichtig, die eigenen Gefühle im Griff zu haben, um weiterhin Situationen und Herausforderungen in einer professionellen, analytischen Weise angemessen beurteilen und meistern zu können. Es hilft ihnen, so objektiv wie möglich im Umgang mit ihrem Team zu bleiben.

Impulskontrolle

Für effektive Führungsarbeit ist die Fähigkeit zur Impulskontrolle  enorm wichtig. Bei fehlender Impulskontrolle riskieren Führungskräfte Überreaktionen und unnötigen Ärger im Team, was dazu führen kann, dass sie den Einfluss auf das Team verlieren und die Produktivität des Teams absinkt. Zudem gehen sie als schlechtes Beispiel voran.

Erfolgreiche Führungskräfte sind in der Lage, unangemessene, impulive Reaktionen zu vermeiden. Sie  haben ihre Gefühle im Griff und lassen sich nicht zu überhasteten Entscheidungen verleiten, sondern nehmen sich die Zeit, die Situation zu beurteilen, bevor sie handeln. Das ist wichtig, denn es zeigt dem Team, dass auch in anspruchsvollen Situationen angemessen und professionell gehandelt wird und schafft so eine sichere und angenehme Umgebung für das gesamte Team.

Empathie

Empatische Führungskräfte haben ein Gefühl für die Sichtweisen und Bedürfnisse ihres Teams und verstehen die Art und Weise, wie das Team "tickt". Dieses Wissen können Sie  im Umgang mit den Mitarbeitern effektiv einsetzen und sind dadurch in der Lage, effektiver zu kommunizieren und positivere Reaktionen von ihren Mitarbeitern zu erhalten.

Führungskräfte, denen es an Einfühlungsvermögen fehlt, können als kalt oder unsensibel wahrgenommen werden, so dass Mitarbeiter sich nicht wohl genug fühlen, um sich mit persönlichen oder beruflichen Herausforderungen an die Führungskraft zu wenden. Somit ist Empathie ein wichtiger Schlüssel für effektives Führen. Den Grund für ein Handeln oder Verhalten eines anderen zu verstehen kann helfen, Missverständnisse am Arbeitsplatz zu vermeiden und die richtige Unterstützung für den Mitarbeiter anzubieten.

Emotionale Wahrnehmung

In jeder Situation die Emotionen anderer wahrzunehmen und lesen zu können ist eine wichtige Fähigkeit für Führungskräfte, da dies zu einem reibungslosen Miteinander innerhalb von Teams und zwischen Mitarbeitern beiträgt. Der Gefühlsausdruck ist ein mächtiges Kommunikationsmittel und beeinflusst die korrekte Interpretation und Beurteilung von Situationen maßgeblich.

Führungskräfte, die Gefühle nicht so gut wahrnehmen, können nützliche Informationen verpassen und es als Herausforderung empfinden, Motive und Gefühle ihres Teams zu verstehen. Sie haben Schwierigkeiten damit zu erkennen, ob und wie ein Team herausgefordert ist und Unterstützung benötigt.

Das Gefühl dafür zu haben, wie das Team empfindet hilft der Führungskraft ungemein, effektiv zu führen, weil sie scharfsinnig erkennen kann - "ein Gefühl dafür hat" - wann ihre Unterstützung gebraucht wird und wann Motivation und Engagement im Team nachlässt.

Gefühlssteuerung

Gefühle wahrzunehmen ist der erste Schritt, der nächste ist, diese Gefühle auch steuern zu können. Führungskräfte, die dafür ein Talent haben, können beeinlfussen, wie andere sich fühlen. Sympathie für jemanden zu zeigen kann z.B.  beruhigen und motivieren. Die Frage nach der Gefühlssteuerung befasst sich also schlussendlich mit der Frage, wie Mitarbeiter so in ihrem Handeln beeinflusst werden können, dass Ziele erreicht werden. Führungskräfte können eine Reihe an Gefühlen in ihren Mitarbeitern hervorrufen, wenn sie selbst ein Gefühl dafür haben, was hilfreich für den einzelnen sein kann, um Leistung zu verbessern. 

Gefühlsregulierung untersützt also effektives Management, denn diese Fähigkeit bedeutet für die Führungskraft sicherstellen zu können, dass ihr Team engagiert und motiviert bleibt und negative oder belastende Situationen regel- und lösbar sind. In manchen Situationen können Gefühle innerhalb eines Teams außer Kontrolle geraten und große Probleme verursachen. Die Führungskraft muss jederzeit dazu in der Lage sein, beruhigend auf die Situation einwirken zu können. 

Möchten Sie mehr über Emotionale Intelligenz und ihre Stärke für das Arbeitsumfeld erfahren? Hier finden Sie den Factsheet zur Emotionalen Intelligenz zum download.

TEIQue (Trait Emotional Intelligence Questionnaire) wurde von Dr. K.V. Petrides am London Psychometric Laboratory der University College London (UCL), entwickelt. TEIQue ist eines der best erforschten und weitest verbreiteten psychometrischen Tools. Für weiter Informationen über die wissenschaftlichen Hintegründe besuchen Sie: www.psychometriclab.com. 

Amir Qureshi

Amir Qureshi

As CEO of Thomas International, Amir is passionate about working with leaders, entrepreneurs and people managers, helping them to make the best of their talent. Prior to this, Amir's career included progression to senior executive level with FMCG at The Coca-Cola Company. His foundations are his family and he invests his time in supporting them in their hobbies and interests.